Die Künstler/innen des Festivals 2017

JOHANNES HIEMETSBERGER

Musik ist nie.
Entweder sie war, oder man sehnt sich nach ihr.
Auch ein Ensemble ist nie. Denn: es wird. Immer.
Wie, das ist – auch – meine Sache.
Und: Dirigieren heißt Musik auslösen, Menschen zünden, die innerlich brennen – dabei habe ich gerne meine Hände im Spiel …
Gründer und künstlerischer Leiter der Company of Music sowie des Chorus sine nomine (http://www.chorussinenomine.at)

Als Dirigent Zusammenarbeit mit Orchestern wie der Wiener Akademie, dem L`Orfeo Barockensemble, dem Ensemble Prisma Wien, der Camerata Salzburg, den Bläsern der Wiener Symphoniker sowie dem NDR Chor Hamburg, dem Chor des Bayerischen Rundfunk in München, der Sociedad de Coral de Bilbao(Spanien) u.a.

Regelmäßige Konzerte im Wiener Konzerthaus, im Wiener Musikverein, bei der Jeunesse, den Salzburger Festspielen Pfingsten & Barock, der styriarte, dem Internationalen Brucknerfest in Linz, dem Ravenna Festival oder dem Festival dell’ Aurora (Italien).

Johannes Hiemetsberger ist ao Univ. Prof. für Chor- und Ensembleleitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (Institut Anton Bruckner ) und seit 2011 künstlerischer Leiter des WebernKammerchors der mdw.
International ist er als Referent auf und Leiter von Vokalwochen und Chorleiterkursen (Europa Cantat in Frankreich und Spanien, Cantata Kaltenberg etc) sowie Workshops und Master-Classes (Finnland, Deutschland, Philippinen, Taiwan, Italien) tätig und war Gründer und Leiter zahlreicher Jugendchorinitiativen (OÖ Landesjugendchor 2000-2005, Neue Wiener Stimmen
2010-2013).
Seit 2008 künstlerische Leitung des Stimmen Festivals Freistadt in Oberösterreich (http://www.stimmen-festival-freistadt.at)
Seine Ausbildung erhielt er am Brucknerkonservatorium Linz, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (Musikpädagogik, Chorleitung bei Johannes Prinz und Herwig Reiter) sowie am Konservatorium der Stadt Wien (Dirigieren bei Georg Mark, Alte Musik). Johannes Hiemetsberger ist Preisträger des Erwin-Ortner-Fonds sowie des Ferdinand Grossmann-
Preises.

COMPANY OF MUSIC

Seit seiner Gründung ist die COMPANY OF MUSIC – Österreichs einziges professionelles Vokalensemble mit eigenem
Zyklus im Wiener Konzerthaus – ständig auf der Suche nach der perfekten Balance zwischen der Gestaltungskraft
ausgebildeter SolistInnen und einem vielseitigen, saftigen Tutti-Sound.

Johannes Hiemetsberger stellt in seinen Programmen dabei immer wieder Repertoire vom Beginn der Mehrstimmigkeit
bis in die unmittelbare Gegenwart in Beziehung und verbündet sich darüber hinaus mit Partnern aus allen
künstlerischen Lagern, um Gesungenes im breiten Spektrum und in unberechenbaren Situationen zu verkosten.

Außerhalb des Wiener Konzerthauses ist die COMPANY OF MUSIC in der laufenden Saison u.a. im Brucknerhaus Linz,
bei Milano Musica in Mailand sowie bei den Osterfestivals in Hall/Tirol sowie in Krems (IMAGO DEI) zu Gast.
Seit der Saison 2015/16 bieten die COMPANY OF MUSIC und Johannes Hiemetsberger mit der COMAcademy ein
umfangreiches Fortbildungs- und Musikvermittlungsprogramm für Vokalensembles, Chöre und deren LeiterInnen an.

Anna-Maria Schnabl

Ist es die Sängerin, die sich am Klavier begleitet oder die Pianistin, die singt?

Sowohl mitreißende Melodien der letzten 60 Jahre in eigenen Arrangements als auch Eigenkompositionen ziehen die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann der 20jährigen. ­Stilvielfalt, Virtuosität und Variantenreichtum geben einem Konzert mit Anna-Maria Schnabl das gewisse Etwas.

Chakrabreaker

Schon seit einigen Jahren beschallt das kreative Beatbox-Duo große und kleine Bühnen in Wien. Von den vielen sowohl nationalen als auch internationalen Preisen abgesehen amtieren die menschlichen Klangmaschinen seit vier Jahren als unschlagbares Staatsmeisterteam. Durch ihren einzigartigen Sound, geprägt von HipHop, Reggae, DnB und Techno, brachten die jungen Talente schon viele Bühnen zum Scheppern.

http://www.facebook.com/chakrabreaker
http://www.chakrabreaker.com
http://www.youtube.com/channel/UCk2zBnQUcbxEw-jQkzZ4j_g

The University of Illinois Chamber Singers

The University of Illinois Chamber Singers is the premiere choral ensemble at the University, comprised of experienced and outstanding singers from across the entire student body. The ensemble, conducted by Dr. Andrew Megill, explores a broad range of choral music, from Medieval chant to newly commissioned works, while demonstrating the highest level of musical excellence.

In the 2016-17 season, Chamber Singers will perform concerts in Indianapolis, Chicago, and Galesburg, and will collaborate with Juila Wolfe and Bang on a Can All-Stars in a performance of Anthracite Fields at the Krannert Center for the Performing Arts. The ensemble will also perform with the Venice Baroque Orchestra and Ann Hallenberg in a performance of Vivaldi’s Juditha triumphans. Chamber Singers will end the season with a ten-day tour to Austria where they will headline Stimmen Festival Freistadt and perform concerts with their sister choir, the Webern Kammerchor at the Conservatory of the University of Vienna.

Annually, Chamber Singers hosts a Baroque Festival in the spring allowing students to collaborate with nationally renowned Baroque specialists and performers. In addition to playing an active role in the community, the group regularly reaches out to connect with school programs across the state. For more information, visit http://music.illinois.edu/choirs or follow them on Twitter @IlliniChoirs.

Wiener JugendChor der Musikschule Wien

Leitung: Andrea Kreuziger Team: Katrin Koch, Gerhard Pöhl
Im September 2011 schlossen sich der mädchenchor.wien und der JungeMännerChor Wien zum Wiener JugendChor zusammen.
Die Mitglieder des Wiener JugendChores sind zwischen 16 und 25 Jahre alt. Alle Chormitglieder erhalten an der Singschule Wien bzw. an den Musikschulen zusätzlich zur wöchentlichen Probenarbeit Gesangsunterricht in der Kleingruppe. Die meisten der 60 SängerInnen erhielten ihre erste Vokalausbildung in den Singklassen der Singschule Wien und danach aufbauend in den Wiener ABChören, dem Wiener KinderChor und dem Wiener MädchenChor. Der Wiener JugendChor nimmt alle zwei Jahre am „Festlichen Singen“ der Musikschule Wien im Wiener Konzerthaus teil.

Musikalische Vielfalt ist dem Chor ein großes Anliegen: Das Repertoire des Chores umfasst A-Cappella-Literatur vieler Epochen, schwungvolle und berührende Gospels, zahlreiche Chorwerke mit Klavier und auch Oratorien großer Meister (z.B.: „Miriams Siegesgesang“ von Franz Schubert, „Oratorio de Noel“ von Camille Saint Saens, „Die erste Walpurgisnacht“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach).

Ein besonderes Highlight in der Geschichte des Chores war die Aufführung des Franz von Assisi-Musicals „Gottes Gaukler“, welches im Mai 2013 vom Wiener JugendChor im MuTh in enger Zusammmenarbeit mit dem Komponisten Tommy Jervidal im deutschen Sprachraum uraufgeführt wurde.

Der Wiener JugendChor wird regelmäßig als Kooperationspartner für große Produktionen eingeladen. So gab es bereits eine erste erfolgreiche Kooperation mit der „Hainburger Haydngesellschaft“, bei der der Chor unter der musikalischen Leitung von Georg Kugi im „Oratorio de Noel“ von Camille Saint Saens mitwirkte. Diese fruchtbare Zusammenarbeit wurde im Dezember mit Antonio Vivaldis „Gloria in D“ fortgesetzt. Im April 2017 kam es erstmals zu einer Kooperation mit der Jungen Philharmonie Wien unter der Leitung von Michael Lessky, der Wiener JugendChor sang den Schlusschor aus der 2. Symphonie von Gustav Mahler.

Im Mai 2016 nahm der Wiener JugendChor an seinem ersten Chorwettbewerb teil: Dem „30. Internationalen Chorwettbewerb Franz Schubert“ im Wiener Konzerthaus. Die jungen Sängerinnen und Sänger überzeugten die Jury und wurden in der ersten Runde hervorragend mit Gold bewertet. Außerdem zog der Chor als Kategoriesieger ins Finale ein. Für seine Aufführung des Stückes „Butterfly“ von Mia Makaroff erhielt der Wiener JugendChor einen Sonderpreis. 30 Sängerinnen und Sänger des Chores wurden als Vertreter der Jugendchöre Wiens zum „Festival der jungen Chöre 2017“ in Melk eingeladen. Der Wiener JugendChor wurde im Schuljahr 2016/17 zum COMpanion der Company of Music ausgewählt. In dieser Funktion freuen wir uns über die Teilnahme am Stimmenfestival 2017.

Nähere Informationen zum Wiener JugendChor finden Sie auf www.musikschule.wien.at

GESANGSKAPELLE HERMANN

http://www.gesangskapellehermann.at
Nun ist schon einige Zeit vergangen, seitdem die Gesangskapelle Hermann erstmals ausgezogen ist, um die Welt mit ihrem betörenden Mundartgesang zu einem glücklicheren Ort zu machen. Obgleich das mit der ganzen Welt wohl doch ein paar Nummern zu groß für die 6 Herren geraten ist, sind sie keinesfalls untätig gewesen. Mehr als 100 Konzerte in den vergangenen 3 Jahren – von der Rinderversteigerungshalle bis zum Porgy & Bess –  zeugen von einer durchaus vorhandenen Abenteuerlust und einer ordentlichen Portion Pioniergeist. Und während sich die Gesangskapelle oftmals um Kopf und Kragen sang, blieben im Publikum die wenigsten Augen trocken. Wer sich jetzt eine auf Hochglanz polierte, mit Schenkelklopfern gespickte Show erwartet, wird aber wahrscheinlich enttäuscht werden. Mit geradezu stolz vor sich her getragener Schüchternheit werden die ganz und gar nicht harmlosen Texte geträllert und niemand dabei verschont. Zwei Alben voll mit Songs, von denen viele – wie Knedl, Wegana, Nudlsuppn oder Fesbuk – bereits Kultcharakter besitzen, sind bislang entstanden und machen große Lust auf mehr. Und nachdem aller guten Dinge bekanntlich mindestens 3 sind, wird da auch noch einiges dazu kommen. Wurde übrigens an dieser Stelle schon erwähnt, dass die wohl schönste Volksmusik-Boygroup auch hervorragend singen kann….

Pressestimmen

  • „Singt, Hermänner! Sie pfeifen auf Instrumente, nicht aber auf den Dialekt.“ (OÖN)
  • „Ob A-capella- oder Dialekt-Veranstaltung, ‚wir sind jedenfalls immer die Außenseiter‘.“ (Die Presse)
  • „Lieblicher Chorgesang, kratzbürstige Texte.“ (Falter)
  • „Acht junge Männer bringen mit der ‚Gesangskapelle Hermann‘ die Wiener Tradition des männlichen A-capella-Gesangs wieder auf die Bühne.“ (Augustin)
  • „Klassisch-schön tönt dieser Mundart-Chor aus der Wiener Hermanngasse.“ (Falter)
  • „Das ist wohl das kurioseste Stück Musik, das mir jemals zum Rezensieren in die Hand gedrückt worden ist.“ (Planet Music)
  • „Ihr musikalischer Kommentar zu ‚fesbuk‘ entwickelte sich zum YouTube-Hit.“ (ORF Teletext)
  • „Weder Volksmusik noch Pop, sondern einfach genial“ (Wien Live)
  • „Ja, das neue Album sollte sich wohl jeder zulegen, denn dann wäre die Welt gleich ein besserer Ort.“ (stadtbekannt.at)

Norbert Trawöger

You don’t look like a classical musician!“ meinte der belgische Journalist Philippe Manche über NORBERT TRAWÖGER (*1971), der aus einer Familie stammt, bei der schon Franz Schubert „höchst ungeniert“ (Brief an seine Eltern) 1825 in Gmunden zu Gast war.

Der spielende, lehrende, schreibende und gestaltende Musiker studierte Flöte in Wien, Graz (Mag. art.), Göteborg und Amsterdam. Unaufhörliche Spuren hinterließen die Begegnungen mit der Flötistin Manuela Wiesler und Burga Schwarzbach (Sängerische Körperschulung).

Auf alten und modernen Flöteninstrumenten spielt und improvisiert er Alte, Neue und spontane Musik (auch mit seinem traweegensemble).

Trawöger schreibt Rezensionen, Kolumnen, Libretti und Essays, moderiert und hält Reden. 2010 erschien sein Buch über den Komponisten Balduin Sulzer, das mit dem Ö1 Pasticcio-Preis ausgezeichnet wurde.

Er lehrt an der Musikschule Wels, als Gastdozent an der Anton Bruckner Privatuniversität oder an der Kinderuni, führt seine monatlichen Hörensagen-Gespräche auf dorfTV und kuratiert unterschiedliche Musik- und Literaturreihen (Alter Schl8hof Wels, Landesgalerie Linz ..). Für seine Welser „verboten, verfolgt“ – Konzertreihe,  die sich mit verbotenen, vertriebenen und verfolgten KomponistInnen und deren Werk auseinandersetzt, erhielt er 2008 den Elfriede Grünberg Preis.

2008 ist er erfolgreich als „Wolf“ in Balduin Sulzers Vertonung von Arnold Schönbergs Märchen Die Prinzessin im Brucknerhaus aufgetreten. Er war Mitglied des Musiktheaterkollektivs „die piloten“. 2014 entwickelte er mit der Tänzerin Marina Koraiman das Tanzmusiktheaterstück „Wer weiß…?„, das im Linzer Kulturzentrum Kuddelmuddel uraufgeführt wurde. Mit dem Adrian Marthaler Ensemble gestaltete er eine literarisch-musikalische Performance zum Thema „Melancholie“, die im legendären Engadiner Hotel Waldhaus seine Premiere erlebte.

Im Frühjahr 2014 initiierte er mit „Wir sind eine Symphonie!“ ein Improvisationsorchester mit 600 Kindern im Linzer Brucknerhaus. Im Herbst 2014 trat er als Zirkusdirektor seines Traumklangzirkus bei der Kinderklangwolke auf.

2012 fand seine Ausstellung Keine Kunst in der Welser Galerie Forum beachtliche Resonanz. Er war beim Kunstsalon 2016 der OÖ. Landesgalerie vertreten und hat mit Wolfgang Maria Reiter eine Ausstellung zum Thema „Mein Bruckner“ kuratiert.

2014 erschien das Buch (mit Schallplatte) Luftikusse (Improvisationen auf verschiedenen Flöten) mit Gedichten von Christian Steinbacher und Grafiken von Brigitte Mahlknecht in der Wiener Edition Krill.

Von 2014 – 2016 absolvierte er das Master-Studium „Executive Master in Arts Administration (EMAA)“ an der Universität Zürich. In seiner Masterarbeit beschäftigte sich Trawöger mit dem Konzertraum der Gegenwart.

Seit Mai 2013 ist er Salonintendant des Kepler Salon. Ab 2017 wird Norbert Trawöger auch als persönlicher Referent des designierten Chefdirigenten Markus Poschner und als Leiter der Kommunikation des Bruckner Orchester Linz tätig sein.

„Auch für ihn gilt, dass nichts verboten ist, weil ja eh nichts nicht erlaubt ist.“ Reinhold Gruber, Was ist los? 18.11.2011

„Schubladen gibt es nur dort, wo man sie aufmacht, meint Norbert Trawöger. Der Flötist geht gerne über Grenzen. … Schubladendenker sind dem oberösterreichischen Musiker suspekt. ‚Ich bevorzuge den bunten Kosmos eines ordentlich kreativen Chaos.‘ Damit meint er nicht sein Haupthaar, das sich der strengen Linienführung widersetzt. Das wäre ja auch schon wieder so etwas wie eine Schublade. So nach dem Motto: Es ist so, weil es so sein muss. Mit seiner Frisur hat sein künstlerisch-kreatives Denken natürlich überhaupt nichts zu tun. Aber die Widerspenstigkeit ist ein gemeinsamer Nenner. Wenn Norbert Trawöger über Musik redet, philosophiert, dann bleibt er nicht in den Denkmustern der Klassik hängen. Er denkt weiter, will weiterentwickeln, eben Grenzen überschreiten und Verschiedenes zusammenführen, aufeinanderprallen lassen. …“ Reinhold Gruber, Was ist los? 28.03.2008

LUKAS FROSCHAUER

Lukas Froschauer ist Tonmeister, Arzt in Ausbildung und leidenschaftlicher Musikant. In seinen Klangexperimenten mit 4 Lautsprechern und zwei Mikrofonen verwendet der gebürtige Oberösterreicher die Stimme als Instrument, paart sie mit elektronischen Klängen und gibt auch schrägen und unerhörten Tönen einen Raum.